Thymustherapie

Welche Funktion hat die Thymusdrüse

Die Rolle des Immunsystems sollte bei jeder Prophylaxe wie auch bei jeder medizinischen Behandlung zentral im Fokus stehen. Starke Abwehrkräfte können dafür sorgen, dass eindringende Erreger eliminiert werden, bevor sie sich im Körper vermehren, eine Krankheit manifestieren und infektiös werden. Bei einem Ausbruch kann ein funktionierendes Immunsystem mit seinen Selbstheilungskräften die Schwere der Erkrankung beeinflussen und die Genesung beschleunigen.

Eine der das Immunsystem bildenden Komponenten ist die Thymusdrüse, eine kleine Drüse hinter dem oberen Teil des Brustbeines. Sie trägt entscheidend zum Aufbau unseres Immunsystems bei. Zum Zeitpunkt der Geburt ist die Thymusdrüse das drittgrößte Organ, in der Pubertät bildet sie sich allerdings schrittweise zurück, bis sie schließlich größtenteils durch Bindegewebe und Fettgewebe ersetzt wird. Bei einem 40-jährigen Erwachsen ist die Thymusdrüse bereits sehr klein und kaum mehr zu finden.

Die Thymusdrüse ist Teil des lymphatischen Systems und gilt als die „Schule der T-Lymphozyten“, denn dort werden die sogenannten T-Zellen zu hochspezialisierten Abwehrzellen ausgebildet, die schadhafte Zellen identifizieren und zerstören können. Gleichzeitig lernen regulatorische T-Zellen, überschießende Angriffe auf gesunde Körperzellen zu verhindern. Weiterhin produziert die Thymusdrüse verschiedene Peptide wie Thymomodulin, Thymostimulin, Thymopentin, Thymulin und Thymosine.

Die Wirkung der unterschiedlichen Thymuspeptide wurde in vielen Studien belegt. Bei älteren und vor allem immungeschwächten Menschen ist es sinnvoll, die abnehmende Thymusaktivität auszugleichen, um degenerativen Erkrankungen, bösartigen Entartungen oder autoimmunologischen Veränderungen vorzubeugen. Bei Thymus-Defizienz kann es vermehrt zu Virusinfekten, Pilz- und bakteriellen Erkrankungen kommen. Ebenso kann eine Chemo-, Radio- bzw. Antibiotikatherapie zu Thymusschwächen führen.

Die Thymusdrüse spielt also eine wichtige Rolle für die Immunabwehr und es gilt sie zu stärken, ob als prophylaktische oder therapeutische Maßnahme.

Hinweise auf ein geschwächtes Immunsystem

  • allergisch-atopische Erkrankungen, z. B. Asthma bronchiale, atopische Dermatitis
  • autoimmunologische Erkrankungen, z. B. rheumatoide Arthritis, Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, Lupus Erythematoses; Stimulation und Restauration des erschöpften Immunsystems.
  • degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates, z. B. Arthrose und Osteochondrose
  • Infektionskrankheiten, z. B. Herpes simplex, Herpes zoster, Hepatitis B und C, HIV, Influenza etc.
  • psychoneuroimmunologische Erkrankungen, z. B. stressbedingte Immunschwäche, neuroimmunologische und psychische Leiden
  • u.v.m.

Behandlung und Wirkungsweise

Die Thymus-Therapie wirkt gewöhnlich langfristig und erfolgt in der Regel kurmäßig über den Zeitraum von 4-6 Wochen. Während dieser Zeit wird zwei- bis dreimal pro Woche eine Injektion mit Thymus-Peptiden verabreicht. Hierbei handelt es nicht um Frischzellextrakte, sondern um Peptide (Eiweiße) aus den jeweiligen Organen vom Schwein, Schaf oder Kalb, die speziell filtriert und nach entsprechenden Testungen virusfrei bei minus 180 Grad Celsius tiefgefroren werden. Zusätzlich werden die Thymus-Peptide nach den gesetzlichen Bestimmungen auf Sterilität und Pyrogene untersucht. Nur Organe bzw. Peptide, deren Untersuchungsergebnisse ohne Befund sind, dürfen verarbeitet bzw. angewandt werden.

Der Thymus-Wirkstoff wird im Bauchbereich oder in den Gesäßmuskel (intramuskulär) verabreicht. Es ist wichtig, dass die Therapie möglichst nicht unterbrochen wird. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, die Behandlung auf acht Wochen auszudehnen oder aber nach einer Unterbrechung von einigen Wochen die Kur zu wiederholen.

 
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